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Einleitung
Thermopapier verfärbt sich schwarz wenn es einer Erwärmung ausgesetzt wird (der Effekt der von den Printern kontrolliert ausgenützt wird) aber reagiert ebenfalls auf polare Lösungen wie Alkohole, Aceton, Ether, Ethylacetat und anderen. Die gebräuchlichen Lösungen für Fingerspuren mit Ninhydrin oder DFO werden mit polaren Lösungsmitteln angesetzt (beispielsweise Ninhydrin in Ether oder Aceton) oder benötigen den Zusatz solcher Reagenzien um in apolaren Lösemitteln wie Petrolether oder Heptan wirkungsvoll eingesetzt werden zu können.
Methoden für das Entwickeln von Fingerspuren auf Thermalpapier Es sind nur wenige Methoden bekannt um Fingerspuren auf Thermalpapier sichtbar zu machen:
Dieses Verfahren kann unter Umständen nicht zweckentsprechend sein oder die erforderliche Ausrüstung dafür fehlt. Japanische Forscher haben in einer Veröffentlichung beschrieben, dass Hemiketale von Ninhydrin, entstanden durch den Austausch des Wassermoleküles in Ninhydrin (bekannt als 1,2,3-Indantrionhydrat) durch ein Alkoholmolekül, in apolaren Lösungsmitteln wie Petrolether ohne die Zugabe polarer Lösungsmittel auflösbar sind. Diese Lösungen wirken auf Thermopapier ohne die Oberfläche abzudunkeln. Bitte Beachten: Die Wirksamkeit der verschiedenen Techniken wurde nicht verglichen. Wie arbeitet ThermaNin? ThermaNin selbst entwickelt keine Fingerspuren. In Wirklichkeit verwandelt sich nach dem Aufbringen die ThermaNin-Lösung, durch Kontakt mit dem im Papier oder der umgebenden Luft vorhandenen Wasser, in Ninhydrin und Alkohol. Dieser Prozess wird durch einen schwachen Geruch des verdunstenden Alkohols begleitet. Das entstandene Ninhydrin reagiert nun mit den auf dem Papier vorhandenen Fingerspuren. Da Ninhydrin selbst in Petrolether unlöslich ist kann das Papier nach einer sicheren Zeitspanne, während das Ninhydrin-Hemiketal in Ninhydrin und Alkohol umgewandelt wird, ein zweites mal getaucht werden, damit die Ninhydrinkonzentration im Papier ansteigt. Gebrauchsanleitung
Eine Arbeitslösung, zu deren Ansetzen nicht viel Zeit benötigt wird, entsteht, wenn 4 Gramm ThermaNin-Pulver in 1 Liter Petrolether / Pentan oder Heptan gelöst und ca. 5 bis 10 Minuten geschüttelt werden. Dasselbe gilt für 0,4 Gramm (100 ml) und 1 Gramm (250 ml Lösungsmittel). Eine leichte Erwärmung des Lösungsmittel (bis ungefähr 30-40° C) verbessert die Auflösung des ThermaNin-Pulvers erheblich.
In Glasflaschen wird die Lagerfähigkeit der Arbeitslösung drastisch verkürzt. Dieser Effekt entsteht vermutlich infolge der geringen Wassermenge, der den Wänden von Glasgefässen anhaftet und der geringfügig saueren Natur von Glasflächen. Das Entwickeln der Fingerspuren erfolgt auf übliche Weise: Bei Zimmertemperatur, Dunkelheit und erhöhter Luftfeuchtigkeit (empfohlen sind rund 80% Luftfeuchtigkeit). Eine Temperaturerhöhung zum Beschleunigen der Entwicklung ist bei Thermopapieren naturgemäß nicht möglich, da sich das Papier verdunkeln würde. Sicherheit Bei Kontakt mit Wasser zerfällt ThermaNin unmittelbar in Ninhydrin und Alkohol. Daher können die gefährlichen Eigenschaften dieses Produktes aus diesen Komponenten abgeleitet werden. |
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